Lieske, Wulfin
Performance
www.wulfin-lieske.deGitarre
„Mit einer unbändigen musikalischen Gestaltungskraft tritt Wulfin Lieske an seine Hörer heran, spielt durchweg mit herrlichen Spannungsbögen, zwingend logisch erscheinender Agogik und Dynamik und einer äußerst pikanten Tongebung. Er vermag es, dieser Musik alles zu geben, was sie an Emotionalität, Leichtigkeit und Virtuosität benötigt. Warm intonierte Melodien von betörender lyrischer Schönheit treffen auf bisweilen rasante Arpeggien und Läufe. Ein ausgeprägtes Gefühl für Timing und rhythmische Artikulation lassen den Puls der Musik in jedem Moment spürbar werden.“ (Gitarre Konkret)
Sein Konzertdebüt feierte der gebürtige Linzer bereits mit 14 Jahren in der berühmten Abbey auf der schottischen Insel Iona. Werke von Bach und Villa-Lobos sowie eigene Kompositionen und Improvisationen standen seinerzeit auf dem Programm. Wulfin Lieske studierte später an der Staatlichen Hochschule für Musik in Köln, spielte neben der Klassischen Gitarre auch E-Gitarre und sammelte seine ersten Konzerterfahrungen in sehr gegensätzlichen Umfeldern, die ihm einerseits große stilistische Offenheit abverlangten und andererseits jene Neugier prägten, die seither seine künstlerische Arbeit beeinflussen. Heute zählt der Gitarrist und Komponist Wulfin Lieske zu den international führenden Musikerpersönlichkeiten seines Genres. Seine musikalische Auffassung offenbart völlig neue Einsichten in die traditionelle Gitarrenmusik. Das Spiel Lieskes ist voller Sinnlichkeit, mit fein ausziselierten Details und einem enorm großen Spektrum an Dynamik und Klangfarben, kombiniert mit vollkommener Beherrschung seines Instrumentes. Die Gitarre als Stimmungsträger für mediterranes Lebensgefühl, womit sich regelmäßig ein bestimmtes lateinamerikanisches Repertoire verbindet, steht ganz in der Tradition und findet sich immer wieder in den Konzertprogrammen des Künstlers. Darüber hinaus sucht Wulfin Lieske den Alten Meistern gerecht zu werden. So beschäftigte er sich intensiv mit dem legendären Gitarrenbauer Antonio de Torres und trug maßgeblich zur Wiederentdeckung der altspanischen Gitarren bei. Hier wird über stilistische Grenzen und Epochen hinaus höchste Identität zwischen Interpret und Gitarre, Musik und Raum geschaffen, was ein einzigartiges emotio¬nales Bedürfnis nach Gitarrenklang weckt und das chamäleonhafte Wesen dieses Instruments offenbart, in alle Stile schlüpfen zu können. Dies wird auch in seinen zahlreichen CD-Aufnahmen hörbar.
Bislang arbeitete er mit Koryphäen wie Gidon Kremer, Astor Piazzolla, Juan José Mosalini oder dem Hilliard Ensemble zusammen. Im Jahr 1994 gründete Wulfin Lieske das Quartett Bronsky Ritual, mit dem er zeitgenössische Kammermusik und thematische Programmzyklen - auch unter Einbeziehung von Lichtkunst und Performance - zur Aufführung brachte. Sein Repertoire reicht von Bach bis zur freien Improvisation. In seinen Solokonzerten stellt er vor allem der populären Musik im Grenzbereich zwischen Klassik und Volkstradition Lateinamerikas und Spaniens die avancierten Werke der Alten und Neuen Musik gegenüber.
Als Komponist schöpft Lieske aus dem „Fluss der Möglichkeiten", die seine Instru¬mente ihm bieten. Sie weisen ihm den Weg zur menschlichen Stimme, den verschiedenen In¬strumenten, der Bewegung und den Elementen, und immer wieder pendelt die Musik zwischen Expressivo und Meditatio. Dafür stehen Kompositionen wie „Cinq tableaux sur Schubert“, ,,Nymphéas d'après Claude Monet“ oder „Tagsim“ I - III und „Luxor Guitar Concerto“ für verstärkte Gitarre, Schlagzeug und Streichorches¬ter. 2000 wurde auf der EXPO in Hannover sein Oratorium „Über den Wassern“ gemeinsam mit dem Hilliard Ensemble und der Performance¬künstlerin Saâdia uraufgeführt.
Aktuell bringt Wulfin Lieske alte traditionelle Instrumente mit der Gitarre zusammen und entwirft unter diesem Einfluss ganz neu Klangspektren - wie auf der CD „Dreamtime“ mit William Barton oder zusammen mit dem mongolischen Sänger und Pferdekopfgeiger Fu-zhu Meng auf der CD „Dajabur“. Seit 2007 konzertiert er mit dem Gitarristen Fabin Spindler. Nachdem "Lieske Spindler Guitars" erst kürzlich berühmte historische Transkriptionen von Werken des Katalanen Isaac Albéniz auf Torres-Gitarren eingespielt haben, werden sie 2009 Lieske´s ArtPop Suite "Bottom’s Dream“ in Wien uraufführen.
KoSi Consultment/Markus Sievers
www.youtube.com/wulfinlieske
management:
KoSi Consultment/Markus Sievers
post@kosi-consultment.eu