ein ort. fabrik elba. eine stadt. wuppertal.

Kunst Cluster 2010

Der Kunst Cluster zeigt sich erneut im Mai 2010.

Die größte Ausstellungsfläche in Wuppertal öffnet im Mai wieder seine Türen. Dabei ist der Kunst Cluster anders als andere Museen gar nicht museal. Keine Alarmanlage, kein uniformierter Wächter und auch keine Präzisionsklimatechnik garnieren die Exponate bei diesem multimedialen Projekt. Das Dargestellte ist pur zu genießen und paßt zum Ambiente. Kreativität gehört hier nicht in den Salon sondern in eine Fabrikhalle. Dabei werden ständig Grenzen überschritten. Tanztheater, Installationen, Skulpturen, Gemälde, Lesungen, Schauspiel, Zeichnungen, Fotos, Filme, Konzerte, DJ Sets, Licht - die Ausdrucksmöglichkeiten sind vielfältig und ergänzen sich.

Aber auch in anderer Hinsicht ist der Kunst Cluster grenzüberschreitend. Bereits beim ersten Cluster im Jahr 2008 haben über 400 Künstler aus 27 Ländern - aus insgesamt vier Kontinenten - teilgenommen. Ähnlich bunt wird es in diesem Jahr aussehen. Eine kleine kreative UNO-Vollversammlung trifft sich in Wuppertal, um hier unterschiedlichste Werke zu zeigen. Die Künstler werden, wenn sie wieder in ihre Heimatländer zurückgekehrt sind, von Wuppertal und dem Kunst Cluster berichten. Diese „Kulturbotschafter“ werden das Bergische Land als lebendige Kulturlandschaft international bekannt machen.

Der Kunst Cluster ist nicht denkbar ohne das besondere Ambiente des Ortes. Vielleicht ist die alte Fabrik ELBA an dem Ufer der Wupper, die all die Kunstwerke aufnehmen wird, in Wirklichkeit ein Insekt. Viele Jahrzehnte war das imposante Gebäude fleißig wie eine Raupe, verschlang Zellulose und fertigte daraus nützliche Aktenordner. Dann verpuppte sich zehn Jahre lang das Areal, um sich nun als bunter Schmetterling, als Kunst Cluster, zu präsentieren.

 

Foto: Daniel Wocinski